Hamburg-Nord bekommt ein neues Stück Stadt. Aus dem ehemaligen Bezirksamt entsteht ein offenes, lebendiges Quartier. Ein Ort zwischen Eppendorf und Stadtlandschaft. Ein Ort, der Wohnraum, Gemeinschaft und neue Freiräume schafft. Und es zeigt, wie aus Bestehendem Zukunft entstehen kann.

Bauen im Bestand, weitergedacht
Aus einem Verwaltungsbau der 50er Jahre wird ein zukunftsfähiges Wohnquartier. Bestehendes bleibt erhalten. Neues wird ergänzt.
Der Entwurf öffnet das Ensemble zu allen Seiten und verknüpft unterschiedliche Stadträume miteinander. Er verbindet historische Bausubstanz mit zeitgemäßer Nutzung. Ganz im Sinne einer nachhaltigen Bestandsentwicklung und urbanen Nachverdichtung.
So entsteht ein Quartier, das Geschichte weiterträgt und gleichzeitig neuen Wohnraum schafft.
Verbindungen schaffen statt Grenzen ziehen
Das Quartier liegt zwischen zwei unterschiedlichen Nachbarschaften. Es reagiert darauf mit differenzierten Baukörpern und Freiräumen.
Drei Baufelder strukturieren das Ensemble. Jedes mit eigener Identität. Und doch Teil eines gemeinsamen Ganzen.
Am Marie-Jonas-Platz entsteht eine klare Adresse mit öffentlicher Erdgeschossnutzung. Zur Magistrale entwickelt sich ein Hochpunkt als städtebauliches Zeichen. Im Süden öffnet ein neuer Baukörper den Hof und schafft Durchlässigkeit.
So entstehen Übergänge statt Brüche. Ein Quartier, das sich öffnet und vernetzt.

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Bauen für mehr Wohnraum
Der Schwerpunkt liegt auf Wohnen. Vor allem auf kleineren Wohnungen und gemeinschaftlichen Wohnformen. Ein Angebot, das im Stadtteil fehlt.
Apartments für Studierende und Beschäftigte. Wohnungen für Familien und Senior:innen. Flexible Grundrisse für unterschiedliche Lebensmodelle.
Ein vielfältiger Wohnungsmix, der auf aktuelle Bedarfe reagiert und langfristig nutzbar bleibt.
Alle Wohnungen verfügen über private Außenräume. Ergänzt durch gemeinschaftliche Flächen, die Austausch ermöglichen und Nachbarschaft stärken.
Lebendige Erdgeschosse als Treffpunkt
Das Quartier lebt nicht nur vom Wohnen. Es lebt von Begegnung.
Ein Medienhaus für Kinder und Jugendliche. Gemeinschaftsräume. Ein Café. Ein Co-Working-Café. Ein Restaurant im ehemaligen Sitzungssaal. Eine Kita im Hof.
Diese Nutzungen aktivieren das Erdgeschoss und schaffen eine urbane Nutzungsmischung, die den Ort belebt – tagsüber wie abends.
Grünräume, die das Quartier tragen
Das Quartier wird vom Grün geprägt. Bestehende Bäume bleiben erhalten. Neue Freiräume entstehen.
Ein durchgehender Grünraum verbindet alle Wohnbereiche. Ruhige Zonen wechseln sich mit aktiven Bereichen ab. Innenhöfe gehen fließend in Spielflächen und offene Landschaftsräume über.
Die Versiegelung wird minimiert. Regenwasser wird zurückgehalten. Das Prinzip der klimaresilienten Schwammstadt wird selbstverständlich mitgedacht. So entsteht ein Freiraum, der kühlt, verbindet und Aufenthaltsqualität schafft.
Alt und Neu im Dialog
Der denkmalgeschützte Bestand bleibt prägend. Die Neubauten ergänzen ihn. Sie ordnen sich ein. Sie entwickeln ihn weiter.
Proportionen, Raster und Fassaden werden aufgenommen und zeitgemäß interpretiert. Eine klare architektonische Sprache – respektvoll und gleichzeitig eigenständig. Eine kontextuelle Architektur, die den Ort stärkt und weiterdenkt.

Konstruktion, die weiterbauen kann
Die Neubauten folgen klaren, effizienten Konstruktionsprinzipien. Massivbau, Skelettbau und Fertigteile werden gezielt eingesetzt.
Tragwerke sind ressourcenschonend geplant. Bauprozesse optimiert. Bestehende Strukturen sinnvoll integriert. Eine wirtschaftliche und nachhaltige Lösung ganz im Sinne einer langfristigen Transformation von Bestandsimmobilien.
Nachhaltigkeit als Grundlage
Nachhaltigkeit ist integraler Bestandteil des Entwurfs. Ökologisch. Ökonomisch. Sozial.
Der Erhalt von Bestand spart Ressourcen. Begrünte Flächen verbessern das Mikroklima. Retentionsflächen speichern Regenwasser.
Die Energieversorgung setzt auf erneuerbare Quellen wie Geothermie, Abwärme oder Wärmepumpen. Ergänzt durch Photovoltaik-Anlagen auf den Dachflächen.
Ein Quartier, dass das Ziel hat ein klimaneutralen Betrieb und hohe ESG-Performance zu erreichen.










