Ein neues Wohnquartier im Hamburger Norden. Kein Fremdkörper, sondern eine Fortsetzung von dem, was hier schon immer war: Grün, Nachbarschaft, Qualität.
Zwischen der kleinteiligen Gartenstadt der 1920er-Jahre und den offenen Wohnanlagen der 1970er-Jahre entsteht ein Quartier, das beide Leitbilder aufnimmt und zeitgemäß weiterdenkt. Keine orthogonale Ordnung. Die Baukörper biegen sich, öffnen sich, weichen aus um wertvolle Bäume einzubinden, Grünraum zu priorisieren, Nachbarschaft zu ermöglichen. Der Städtebau folgt keiner Geometrie, sondern einer Haltung: Der Außenraum kommt zuerst.

Der Freiraum trägt das Quartier
Ein durchgehender Grünzug verknüpft alle Außenbereiche: öffentlich, gemeinschaftlich, privat. Private Gartenschollen setzen sich durch weiche räumliche Gesten vom gemeinsamen Grün ab. Ohne Zäune, mit Staudenpflanzungen als permeabler Grenze. An Knotenpunkten entstehen kleine Plätze im Grünen. Bei Regen ein gewundener Wasserlauf, der das gesamte Niederschlagswasser aufnimmt und zum Erlebnisraum wird. Das ganze Jahr über: Blüte, Duft, Farbe, Leben. Die Artenvielfalt ist kein Bonus, sie ist Programm.
Gemeinschaft hat hier Form
An den Quartiersenden entstehen Sondertypologien: Gemeinschaftswohnen im Süden, direkt an der U-Bahn, Cluster-Wohnungen mit flexiblen Gemeinschaftsräumen im Norden. Laubengänge schaffen Begegnungszonen auf jedem Geschoss. Alle Wohnungen haben eine ruhige Seite nach innen, zum Grün. Durchlaufende Loggien begleiten den gemeinschaftlichen Freiraum und stärken seinen Charakter als kollektives grünes Wohnzimmer. Eine Kita im Norden, ein Nachbarschaftsladen, Home-Office-Möglichkeiten. Das Quartier denkt Wohnen weiter.
Ortstypisch, zeitgemäß
Klinker und Holz. Dauerhaftigkeit und Leichtigkeit. Regionale Einbindung und gartenhafte Atmosphäre. Die Quartiersgarage mit begrünter Streckmetallfassade in leuchtendem Rot setzt einen eigenständigen Akzent, schützt das Innere vor Lärm und schafft Orientierung. Mobilität wird neu gedacht: Mobilitätsfoyer, Car-Sharing, Fahrradreparatur, Paketstation – alles an einem Ort, am Rand, damit das Innere des Quartiers dem Menschen gehört.
Nachhaltig gebaut, natürlich gelebt
Sole-Wasser-Wärmepumpe als Grundlast, dezentrale Ergänzung nach Bedarf, PV auf extensiv begrünten Dächern. Durchlaufende Balkone als konstruktiver Sonnenschutz und klimatische Pufferzone. Im Sommer Schatten, im Winter windgeschützter Außenraum. Das gesamte Regenwasser versickert im Quartier. Kein Aufwand, der nicht auch einen Nutzen hat. Kein Detail, das nicht auch Haltung zeigt.




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